Kuriositäten-Show
St. Pölten vs. P'dorf 33:27 (17:18)
Es ist eigentlich unmöglich das heutige Geschehen in Worte zu fassen, denn so etwas habe ich selber noch nie erlebt.
Es beginnt eigentlich damit, dass wir seit Weihnachten kein wirklich gutes Spiel mehr geliefert haben, weder im Rahmen von Trainingsspielen noch in der Meisterschaft. Und es ist in diesem Zusammenhang sicher auch kein Zufall, dass zugleich regelmäßig im Training darauf hingewiesen werden muss, dass wir in der sportlichen Bewährungsprobe nur bestehen können, wenn wir uns im Training ständig gegenseitig fordern und zur Kenntnis nehmen, dass gute Leistungen im Spiel auf guten Leistungen im Training beruhen. Das Fehlen dieser grundlegenden Einsicht zieht viel zu viel Energie und Konzentration für die eigentliche sportliche Weiterentwicklung ab. Der heutige Spielverlauf ist daher - und diese Tatsache muss sich endlich einmal jeder eingestehen - nur die logische Konsequenz.
Hinzu kommen noch unglückliche Umstände - beeinflussbar oder nicht - die es nicht einfacher machen. So frage ich mich, warum es die Regelung gibt, dass bei Skikursabwesenheit von mindestens zwei Spielern ein Spiel verschoben werden kann, wenn diese dann trotz Ersuchen nicht zur Anwendung kommt? So fehlen mir heute zwei Leute aus der Grundaufstellung und seit Dezember ersuche ich darum, das Spiel zu verschieben. Warum für den UHLZP das Spiel nicht verschoben worden ist, hat mir eigentlich noch keiner erklären können. Hinzu kommt die Tatsache, dass weitere vier Spieler (davon drei aus der Grundaufstellung) die ganze Woche aufgrund von Krankheit und Verletzungen nicht trainiert haben. Wie es der Zufall so will, verletzen sich im Spiel auch noch drei Spieler. Wenn nicht zufällig das heutige MU13-Match abgesagt worden wäre und die U13-Spieler nicht zur Verfügung gestanden wären, dann hätten wir überhaupt noch dümmer aus der Wäsche geschaut. Und noch etwas, auch wenn es gar nicht dazu passt, aber wenn schon denn schon ...... absurd aber wahr: unsere Mannschaft muss darum streiten, schwarze Dressen bestellen zu dürfen.
Das Spiel selbst begann eigentlich perfekt. Eine rasche 7:0 Führung und eine 10:3-Führung nach 11 Minuten ließen einen positiven Ausgang erwarten. Ab diesem Zeitpunkt begann jedoch alles schief zu laufen, was nur irgendwie in diesem Universum schief laufen kann, sowohl Trainer als auch Spieler betreffend. Letztlich haben wir deutlich verloren und es gibt keine Worte, um den momentanen Gemütszustand zu beschreiben.
So wenig wie heute, habe ich noch nie bei einem Match geredet. Hinzu kommen noch 90 Sekunden wertloses Gebrüll. Wahrscheinlich konnte ich selbst nicht glauben, was ich gesehen habe. Dafür möchte ich mich auch bei meinen Spielern entschuldigen, aber zu dieser heutigen Show ist mir definitiv nichts Sinvolles eingefallen.
Vielleicht wundert sich der interessierte Leser jetzt, warum der Ärger und das Unverständnis so groß sind? Die unfassbare Antwort: wir haben 50 Minuten gegen 5 St. Pöltner gespielt und noch unfassbarer 33:27 verloren. Gratulieren kann man nur den St. Pöltnern.
In den nächsten Tagen gilt es nun viel nachzudenken, viel zu überlegen, viel zu besprechen und sich auch Gedanken über die Zukunft zu machen. Mit dem Abpfiff des heutigen Spiels wurde nämlich sehr viel in Frage gestellt. Und als Trainer muss ich mich klarer Weise auch in Frage stellen. Aber es sollen aus diesem emotionsgeladenen Zustand keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Mal sehen, wie es weiter geht und was das Beste für die Zukunft der Mannschaft ist.
Anmerkung: Beschwerden über Rechtschreib- oder Ausdrucksfehler bitte an das Salzamt weiterleiten!
22.02.2009 19:42