MU13/1 und der Tempel des Todes
|
Stock-träge in Stock-City |
| |||||||||||||||||||||||||||||
|
Bevor überhaupt etwas zum heutigen Spiel geschrieben kann: wo ist nur unser letzter Spielbericht geblieben? Danke fürs Löschen, aber egal Doch nun zum heutigen Auftritt: Vielleicht war es die ein wenig russisch anmutende Ausweichhalle - in Insiderkreisen als der Tempel des Todes bekannt - in den sagenumwobenen und düsteren Auen von Stockerau, aber vielleicht waren es auch die direkt am Spielfeldrand sitzenden 3000 frenetisch anfeuernden Publikums-Massen, die die Spieler der U13 die "ersten" 35 Minuten des Spiels lähmten. Man weiß es einfach nicht genau. Auch Coach Pintz war von der Vorstellung seiner Mannen etwas irritiert, was sich auch in einem in der Pause geführten Interview manifestierte:
Presse: "Coach Pintz, wie ist die Leistung ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit zu erklären?"
Pintz: "Stockerau spielt heute deutlich frecher als letzte Woche und zeigt sich deutlich verbessert, aber das war von uns einfach eine irrereguläre Leistung und ich möchte hierbei nochmal betonen ..... einfach irreregulär. Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. An meinem nicht vorhandenen Lächeln im Gesicht können sie meine Stimmung ablesen. Ich habe gerade 30 Minuten - das sind 1800 Sekunden - auf der Bank auf ein ansehnliches Handballspiel gewartet, aber es war leider wie WARTEN AUF GODOT. Anscheinend wurde Godot bei der Anreise aufgehalten."
Presse: "Wie hat die Pausenbesprechung ausgesehen?"
Pintz: "Wir haben die Geheimnisse des Handballsports ergründet."
Presse: "Danke für das Interview."
In der zweiten Halbzeit zeigte sich Mannschaft zwar nicht ganz wie ausgewechselt, aber dennoch deutlich bemühter und spielfreudiger als im ersten Durchgang. Die Mannschaft fuhr jetzt nicht mehr mit angezogener Handbremse im Rückwärtsgang, sondern im zweiten Gang ohne Handbremse. Doch welch ein Wunder: in Minute 35 begann die Truppe um Kapitän Walka gepflegten Handball zu spielen und erzielte plötzlich Tor um Tor und sogar in der Deckung wurde der Gegner ernsthafter berührt. Schließlich erreichte die Mannschaft sogar noch ein - zumindest in Anbetracht der heutigen Leistung - annehmbares Resultat. Vor allem Walka, Richter und Sprung konnten in der zweiten Halbzeit ihre Klasse mit schönen Aktionen unter Beweis stellen und auf Hintermann Redl war wie schon in den letzten Wochen Verlass. Coach Pintz stellte sich in der Folge sogar noch einmal für kurze Zeit den anwesenden Medienvertretern: "Heute haben mich die Spieler zu einem Rumpelstielzchen mutieren lassen, vielleicht weil der Faschingsdienstag ansteht. Eine andere Erklärung fällt mir leider nicht ein. Wir werden das Spiel analysieren, unsere Lehrern daraus ziehen und uns auf das Testspiel nächsten Donnerstag gegen Hypo vorbereiten. Und ich werde mich in weiterer Folge in einem buddhistischen Kloster in Nepal einquartieren um meine innere Ruhe wieder zu finden. Die Jungs haben heute auf dem Spielfeld zu wenig Emotionen gezeigt und ich dafür außerhalb des Spielfeldes zu viele. Das war so sicher auch nicht ideal. Solche Spiele wie heute können passieren, aber hoffentlich war es für lange Zeit das letzte Mal." |
Spielergebnis: 15:31 (7:11) | |||||||||||||||||||||||||||||
|
Spielort: Tempel des Todes in den düsteren Auen von Stockerau
| ||||||||||||||||||||||||||||||
Heute ein wahres Rumpelstielzchen |
03.02.2008 22:27