Vorstand

Der Vereinsvorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Präsident: Dr.Rainer Handl

Ehrenobmann: Bgm.Martin Schuster

Sekretariat: Katja Schramel

Sponsoring: Michael Sprung

Jugendleiter: Philipp Wagner

Kassier: Martin Walka

Rechnungsprüfer: Thomas Mara

Rechnungsprüfer: Toni Grimmer

Die Entwicklung des Handballs in Perchtoldsdorf

 

 

HANDBALL IN PERCHTOLDSDORF

 

Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde die Handballsektion des SC Perchtoldsdorf gegründet. Der Spielbetrieb beschränkte sich auf eine Herrenmannschaft die im Rahmen der Wiener Meisterschaft spielte. Dieser Zustand blieb bis ins Jahr 1977 im Wesentlichen erhalten. Erst mit dem Bau des Perchtoldsdorfer Gymnasiums und der Eröffnung der Sporthalle wurde die Basis für die Weiterentwicklung des Vereines gelegt.

1987 wurde die Handballsektion aus dem SC Perchtoldsdorf herausgelöst und ein eigenständiger Verein - der UHC Perchtoldsdorf, aus dem später das Union Handballeistungszentrum Perchtoldsdorf (UHLZP) wurde - gegründet. Unmittelbar danach erfolgte der Beitritt zur Sportunion.

Mit dem Naheverhältnis zum BR-Gymnasium wurde auch die Basis für eine gezielte Jugendarbeit gefunden. Durch das Engagement und den persönlichen Einsatz von Prof. Heikko Stumvoll wurde Handball als Freigegenstand an der Schule etabliert und dadurch die Jugendarbeit im Verein aufgebaut. Seit den 90er-Jahren zählt das Union Handballeistungszentrum Perchtoldsdorf zu den größten Handballvereinen Österreichs.

In den letzten Jahren spielten wir mit jeweils zehn bis zwölf männlichen und  weiblichen Jugendmannschaften im Rahmen der NÖ Landesliga und platzierten uns meistens im vorderen Teil der Tabellen.

Die Qualität der geleisteten Jugendarbeit zeigte sich auch in beachtlichen Erfolgen: Zu 8 Staatsmeistertiteln und 13 Vize-Staatsmeistern - alle mit Jugendmannschaften - kamen noch insgesamt 37 Landesmeister-Titel dazu.

Unvergessen dabei das Frühjahr 1991, das den größten sportlichen Erfolg in unserer Vereinsgeschichte brachte. Neben zweier Staatsmeistertitel - davon einer im direkten Duell mit dem vielfachen Europa-Cup-Sieger Hypo Südstadt - errangen unsere Jugendlichen noch einen Vizestaatsmeister-, drei Landesmeister- und einen Österreichischen Schulmeistertitel.

Auch das Umsetzen unserer Jugendarbeit für die ersten Mannschaften ist uns – nach jahrelangen Misserfolgen – in den letzten Saisonen gelungen. Viele unserer Nachwuchsspieler/innen gehören heute fix zum Kader der ersten Mannschaften und bringen auch dort hervorragende Leistungen.

Durch das Engagement von anerkannten Trainern, die dennoch mit „Herz“ bei der Sache sind, können wir gewährleisten, dass unsere Jugendlichen auch in den ersten Mannschaften verantwortungsvoll trainiert und nicht überfordert werden.

Im Nachwuchsbereich arbeiten wir ausnahmslos mit Trainern die selbst in den ersten Mannschaften spielen oder gespielt haben. Damit ist auch im Jugendbereich ein entsprechendes Engagement gesichert. Wir versuchen auch unseren Nachwuchstrainern die bestmögliche Ausbildung zu vermitteln. Derzeit verfügen alle Trainer über eine staatliche Ausbildung.

Ab der Saison 2001 verfügten wir auch dank unserer Gemeinde über hervorragende Trainingsbedingungen. Die uns zur Verfügung gestellte Ballsporthalle in der Brunnerfeldstrasse gab uns endlich die Möglichkeit, alle Mannschaften innerhalb unserer Gemeinde mit ausreichend Trainingszeiten zu versorgen.

Unsere finanzielle Planung wird einerseits vom Bemühen geleitet, ein solides, realisierbares Jahresbudget zu erstellen, andererseits sind auch wir für jeden Euro den wir zusätzlich von Freunden, Sponsoren und Gönnern erhalten dankbar und benötigen auch solche Zuwendungen. Die finanziellen Voraussetzungen für zehn bis zwölf Jugendmannschaften sowie vier Kampfmannschaften zu schaffen, erfordern den vollen Einsatz aller mitarbeitenden Funktionäre, sowie auch entsprechende Unterstützungen von Land, Sportunion und Gemeinde.

Finanzielle Überlegungen spielten auch eine gewichtige Rolle bei unserer Entscheidung den Wiener Landesverband zu verlassen und zukünftig mit allen Mannschaften in Niederösterreich zu spielen.  Waren wir in Wien trotz unserer guten Arbeit nur beim Abstellen von Jugendteam-Spielern willkommen, nahmen die offiziellen Stellen ansonsten von uns keinerlei Notiz. Für die fünf Staatsmeistertitel, die wir noch für den Wiener Verband errungen hatten, bekamen wir nicht einmal ein anerkennendes Wort, geschweige denn eine finanzielle Zuwendung.

Dazu kamen in Niederösterreich begründete Subventionsablehnungen, da wir ja für ein anderes Bundesland spielten. Aus dieser Situation heraus, in der wir zwischen den Sesseln saßen, beschlossen wir zuerst schrittweise und später gänzlich unseren Spielbetrieb nach Niederösterreich zu verlagern.  Im Sommer 1993 erfolgte der erste Schritt mit den Herren und einer männlichen Jugendmannschaft mit durchaus positiven Ergebnissen.

Im darauf folgenden Jahr wurde der zweite Schritt vollzogen, und seither spielen wir mit Freude in dem Bundesland, das nach unserer Meinung eine zeitgemäße Form der Sportunterstützung, ohne Bürokratismus und Protektionismus bietet.  Die befürchteten Transportprobleme sind Dank des Engagements unserer Eltern, die wir vielfach in das Vereinsgeschehen einbinden, kleiner als erwartet.

Die von Seiten der Eltern oft gestellte Frage nach Spitzensport und wie dieser sich mit der Schule verträgt, ist für uns eine sehr wesentliche. Normale persönliche Entwicklung, Schule und Studium, aber auch Freizeit und andere, zusätzliche Prioritäten neben dem Handball, sind wichtige Voraussetzungen um in einem gesunden Körper auch einen gesunden Geist zu entwickeln.

Diese Meinung wird in unserem Verein nicht nur von allen Mitgliedern des Vorstandes, sondern auch von den Jugendtrainern vertreten und gelebt. Wir wollen und werden auch weiterhin ein Verein bleiben, dessen erstes Ziel es ist eine gute, erfolgreiche Jugendarbeit zu betreiben, und der sich seiner Verantwortung für die persönliche Entwicklung seiner Jugendlichen bewusst ist. Ein Verein, der den Handballsport als wichtigste Freizeitbeschäftigung sieht, ihn aber niemals über Schul- oder Studienerfolg reihen wird und auch dem einzelnen Spieler Raum für außersportliche Interessen und Entwicklungen einräumen wird. 

In diesem Sinne wollen wir auch künftig unsere Arbeit als pädagogische Investition für die Entwicklung unserer Jugend sehen und hoffen, dass der Handballsport seinen positiven Beitrag zur Entwicklung unserer Jugendlichen leistet.

Es würde uns freuen, wenn zu den attraktiven Spielen unserer Jugendlichen zahlreiche Besucher kämen. Wir versprechen einen spannenden Nachmittag.